Textauszug:"Das Selbstbewusstsein, mit dem uns manche US-Finanzexperten zweifelhafte Ratschläge erteilen, ist mehr als ärgerlich: Nachdem Europas Finanzhäuser dummgierig genug waren, die amerikanische Immobilienblase mitsamt des Schuldenbergs nach Europa zu importieren (HRE und Landesbanken voran), wollen uns nun die Agenten der Federal Reserve (FED) deren lockere Politik des Gelddruckens als heilbringendes Mittel schmackhaft machen. Man könnte meinen, den USA ist daran gelegen, nicht allein den Weg in den finanziellen Abgrund gehen zu müssen, sondern Europa mit in die Tiefe zu reißen. So der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson, Professor an der Harvard University, bei einem Interview auf dem Wirtschaftsforum in Davos: Europa sollte wie die USA mit "quantitativer Geldlockerung" die Staatsschulden per Inflation entwerten. Alternativ könnten die Chinesen die Staatsanleihen der bedrohten Euro-Länder kaufen, zumal die USA ohnehin schon von China abhängig sind. Und einen Rat für Angela Merkel hat er auch noch: Den Deutschen sinngemäß erklären "Wir retten die Euro-Länder, damit unsere Banken weitermachen können."" |