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Verraten und verkauft
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  Verraten und verkauft, 02.06.10

Von:
Historiker

Kommentar: In den Geschichtsbüchern werden unsere Enkel und Urenkel eines Tages lesen können: Angela Merkel, Peer Steinbrück und Wolfgang Schäuble hatten in den Jahren 2008 und 2010 die Interessen unseres Landes und seiner Bürger sträflich missachtet, indem sie sich prostituierten. Sie sicherten den Banken, Versicherungen und Kapitalgesellschaften gegen jedes marktwirtschaftliche Gebot das Überleben zu. Ferner schufen sie faktisch die Europäische Transferunion durch verfassungsrechtlich ungedeckte Beistandsverpflichtungen zu Gunsten europäischer Nachbarländer. Die übergroßen Geldhäuser konnten - da ihnen das Risiko pleitezugehen vom Staat abgenommen worden war - unverändert ihren spekulativen Geschäften nachgehen. Den Nachbarstaaten war mit den Beistandszusagen die Eigenverantwortung genommen worden. Deutschland bereitete damit als maßgebendes Land der Europäischen Union den Boden dafür, dass die global agierenden Investmentbanker ohne eigenes Überlebensrisiko überschuldete Staaten finanziell in Existenznöte treiben konnten. Dies führte schließlich zum Auseinanderfallen der europäischen Währung Euro. Leidtragende waren vor allem die deutschen Steuerzahler und die auf Altersvorsorge bedachten Bürger.

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Der Schwarze Schwan Der Schwarze Schwan
Nassim Taleb schrieb ein Buch zur Finanzkrise, lange bevor sie ausbrach. Nun liegt es auch in deutscher Sprache vor. Der im Libanon geborene US-Professor hat mit seinen mathematischen Fähigkeiten Millionen an der Wall Street gemacht. Seine brillante Analyse weist ihn als Krisenpropheten aus und öffnet die Augen für das, was nie passieren dürfte und doch geschieht. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse bestätigt sich nur einmal mehr an den Börsen weltweit. Banken brechen zusammen, Versicherungskonzerne geraten ins Schlingern, der inter- nationale Finanzmarkt steht vor dem Kollaps und kann nur noch mit geballter Staatsmacht gerettet werden.


 

 
 
Europäische Fiskalunion mit Vergemeinschaftung von Schulden
EU-Gipfel: Die 27 EU-Staaten wollen bis auf England in einem "Fiskalunion-Vertrag" festlegen, dass sie sich künftig enger an die eigenen Regeln von Maastricht halten. Bei Verstößen wollen sie sich automatisch selbst bestrafen. Private Investoren und Anleger sollen den Kapitalhunger der Staaten stillen helfen und in Staatsanleihen gelockt werden: Mit dem Versprechen, keine Verluste erleiden zu müssen. Die "Feuerkraft" der Rettungsschirme EFSF und ESM soll mit einem Umweg über den Internationalen Währungsfonds (IWF) verstärkt werden. Auch die EZB wird ihre Geschütze stärker einsetzen. Die Fiskalunion ist somit faktisch beschlossen; die weitere Vergemeinschaftung von Staatsschulden und Garantien inbegriffen.

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