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Deutsche Bank: Tischreinemachen
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  Deutsche Bank: Tischreinemachen, 15.01.09
Mit dem Verlust von € 4.800 Millionen im vierten Quartal 2008 hat die Deutsche Bank schon überrascht. Offenbar hat sie reinen Tisch gemacht und sämtliche Wackelpositionen blank geputzt. Dazu gehörte auch die aus heutiger Sicht viel zu teure Übernahme der Postbank. Konsequent, einen Teil des Preises nur noch in Form von Aktien der Deutschen Bank zu bezahlen. Aus dieser Interimslösung eine strategische, indirekte Beteiligung des Staates (Bund --> KfW --> Post --> Deutsche Bank) abzuleiten, wäre aber falsch. Wir dürfen der Deutschen Bank zutrauen, dass sie mit einer strengen Bilanzierung den Rücken für 2009 frei haben wollte, um einen weitgehend unbelasteten Neuanfang machen zu können. Die Zeiten für frische Erträge sind nach dem weltweiten Finanzdesaster hart genug. Und Eigenkapitalrenditen von 15 % nach Steuern sind ohnehin passé, wenn es sie bei mehrjähriger Betrachtung denn je gegeben hat. 
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Private Finanzplanung in Zeiten knapper Kassen



 

 
 
Europäische Fiskalunion mit Vergemeinschaftung von Schulden
EU-Gipfel: Die 27 EU-Staaten wollen bis auf England in einem "Fiskalunion-Vertrag" festlegen, dass sie sich künftig enger an die eigenen Regeln von Maastricht halten. Bei Verstößen wollen sie sich automatisch selbst bestrafen. Private Investoren und Anleger sollen den Kapitalhunger der Staaten stillen helfen und in Staatsanleihen gelockt werden: Mit dem Versprechen, keine Verluste erleiden zu müssen. Die "Feuerkraft" der Rettungsschirme EFSF und ESM soll mit einem Umweg über den Internationalen Währungsfonds (IWF) verstärkt werden. Auch die EZB wird ihre Geschütze stärker einsetzen. Die Fiskalunion ist somit faktisch beschlossen; die weitere Vergemeinschaftung von Staatsschulden und Garantien inbegriffen.

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