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Deutsche Bank: Tischreinemachen, 15.01.09
Mit dem Verlust von € 4.800 Millionen im vierten Quartal 2008 hat die Deutsche Bank schon überrascht. Offenbar hat sie reinen Tisch gemacht und sämtliche Wackelpositionen blank geputzt. Dazu gehörte auch die aus heutiger Sicht viel zu teure Übernahme der Postbank. Konsequent, einen Teil des Preises nur noch in Form von Aktien der Deutschen Bank zu bezahlen. Aus dieser Interimslösung eine strategische, indirekte Beteiligung des Staates (Bund --> KfW --> Post --> Deutsche Bank) abzuleiten, wäre aber falsch. Wir dürfen der Deutschen Bank zutrauen, dass sie mit einer strengen Bilanzierung den Rücken für 2009 frei haben wollte, um einen weitgehend unbelasteten Neuanfang machen zu können. Die Zeiten für frische Erträge sind nach dem weltweiten Finanzdesaster hart genug. Und Eigenkapitalrenditen von 15 % nach Steuern sind ohnehin passé, wenn es sie bei mehrjähriger Betrachtung denn je gegeben hat.
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